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Glossar

Industrie 4.0

Bei additiven Fertigungsverfahren wird durch schichtweises Zufügen von Material ein Bauteil erzeugt. Der Fertigungsprozess erfolgt ohne Werkzeuge oder Formen rein auf Grundlage von 3D-CAD-Dateien. Additive Fertigung eignet sich bestens für den Prototypenbau und für Bauteile mit hohem Individualisierungsgrad oder komplexer Geometrie. Sie ermöglicht die leichtere Umsetzung von neuen Designideen, die kostengünstigere Fertigung von Kleinserien sowie die Herstellung von Ersatzteilen in Eigenregie.

Unter Connectivity versteht man die digitale Vernetzung von Geräten, Systemen und Hardware über Schnittstellen und Kommunikationstechnologien. Eine ausreichende Connectivity ist die Basis für den Datenaustausch zwischen Maschinen und Systemen und damit die Voraussetzung für digitale Geschäftsprozesse.

Infrastructure-as-a-Service (IaaS) ist ein Finanzierungsmodell, bei dem ein Anbieter eine komplette IT-Infrastruktur an ein Unternehmen vermietet und es diesem über das Internet verfügbar macht. IaaS kann je nach Bedarf skaliert werden. Das heißt, das Unternehmen zahlt nur für die Ressourcen, die es tatsächlich nutzt. Mit IaaS können die Investitionskosten für Hard- und Software in die Betriebskosten verlagert werden, was die finanziellen Hürden der Digitalisierung verringert.

Pay per use ist ein Abrechnungsmodell, bei dem nur die tatsächliche Nutzung einer Maschine berechnet wird. Anders als beim Kauf oder beim Leasing fallen nur Kosten an, wenn die Maschine im Einsatz ist. Über Sensoren wird die Nutzung erfasst, die Daten werden zur Abrechnung in die Cloud übertragen.

Bei der Predictive Maintenance (vorausschauende Wartung) werden Messwerte und Produktionsdaten von Maschinen oder Anlagen für die Ableitung von Wartungsinformationen und Ausführung von Wartungsmaßnahmen proaktiv genutzt. So können Unternehmen mit Predictive Maintenance kostspielige Ausfallzeiten minimieren. Maschinenhersteller können diese Serviceleistungen zur Kundenbindung einsetzen.

Product as a Service (PaaS) ist ein Geschäftsmodell, bei dem Hersteller ihre Produkte oder Anlagen mit erforderlichen Services und flexiblen Abrechnungsmodellen kombinieren. Anstelle des Einmal-Kaufs tritt ein Nutzungsvertrag z. B. mit einer regelmäßigen Abrechnung nach Zeit in Kraft. Der in der Regel hohe Anschaffungspreis und die Kapitalbindung fallen für den Käufer weg. 

Remote Monitoring bezeichnet die Fernüberwachung von Maschinen und Prozessen auf Basis von Sensordaten. Aus den in Echtzeit übertragenen Informationen lassen sich Rückschlüsse auf den Zustand einzelner Geräte (Condition Monitoring) oder die Qualität und Effektivität ganzer Anlagen und Produktionsprozesse ableiten.  

Sensoren liefern die Datenbasis für digitale Anwendungen. In Kombinationen mit der entsprechenden Kommunikationstechnologie (Gateways, Mobilfunk etc.) können sie die erfassten Daten zu Temperaturen, Füllständen, Drücken usw. an Steuerungen und Zentralsysteme übertragen. 

Unverzichtbar für das Industrial Internet of Things (IIoT) ist die Erfassung von Daten per Smart Sensor und deren Übermittlung in Echtzeit in die Cloud. Dort können sie analysiert und z.B. für die automatische Auslösung von Schaltbefehlen genutzt werden, die wieder auf die Maschinenebene übertragen werden. Über Sensor-to-Cloud-Anwendungen kann sehr schnell und automatisiert auf veränderte Produktionsbedingungen reagiert werden.

Die Smart Factory – die intelligente Fabrik – steht im Mittelpunkt der Industrie 4.0 und bezeichnet eine sich selbst organisierende Produktionsumgebung, zu der Fertigungsanlagen und (Intra-) Logistiksysteme gehören. Das herzustellende Produkt teilt die zur Fertigung erforderlichen Daten der Smart Factory mit. Auf Basis dieser Informationen erfolgt die automatische Steuerung und Koordination der einzelnen Produktionsprozesse bis hin zum gewünschten Endprodukt. Das heißt, dass in einer Smart Factory Menschen nicht mehr in den eigentlichen Produktionsprozess eingreifen müssen.

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